Die Magie des Eises
Diamond Beach, gelegen in der Nähe der Jökulsárlón-Lagune, ist ein wahres Juwel.
Die Geschichte beginnt an der Abbruchkante des Breiðamerkurjökull-Gletschers, von der sich teilweise riesige Eisberge in den Jökulsárlón-See ablösen. Getrieben von Wind und Strömung driften sie kilometerweit in Richtung eines kurzen Flusses, der den See mit dem Atlantik verbindet.


Wenn Eis auf das Meer trifft
Gerade hier entfaltet der Zauber der Diamond Beach seine Wirkung. Der enorme Druck, der durch die aufgetürmten Eisbrocken entsteht, zermalmt das Eis in immer kleinere Stücke – und das geschieht kurz vor der Brücke, die über den Fluss zur berühmten Ringstraße führt.
Die von den Eismassen abgelösten Eisstücke driften mit dem reißenden Strom des Flusses in Richtung Meer. Die Mündung des Flusses wird durch eine Sand- oder Felsenbank versperrt, sodass das Wasser fast parallel zum Strand geleitet wird; infolgedessen werden die Eisbrocken durch die Brandung an den Strand gespült.
Das Spiel zwischen den Formen und Strukturen des Eises und dem Licht erschafft ein Spektakel, das seinesgleichen sucht.
Diamanten aus Eis und Licht
Bei sonnigem Wetter strahlen die über den Strand verteilten Eisstücke wie Diamanten. Elche, Eisbären, Wale, Fabelwesen und abstrakte Skulpturen scheinen den Strand zu besiedeln, so weit das Auge reicht, und leuchten in magischem Blau, Rosa und – bei Sonnenuntergang – in goldenen Tönen.
Ein Rausch der Sinne: Mit jedem Schritt und jeder Veränderung der eigenen Position entstehen neue Lichtspiele und Formen.


Der richtige Moment für das perfekte Bild
Leider müssen viele Faktoren zusammenkommen, um dieses Spektakel in voller Pracht zu erleben. Es ist ratsam, am Morgen oder am späten Abend an den Strand zu kommen, damit das schräg einfallende Licht in den Eiskristallen seine volle Wirkung entfalten kann.
Wir empfehlen, einen halben Tag für diesen Ort einzuplanen. Eine Wanderung entlang des Flusses zu den aufgetürmten Eisbergen und zu einem Aussichtspunkt lohnt sich auf jeden Fall. Und da sich das Wetter in Island sehr schnell ändert, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, die optimalen Bedingungen für das eigene Traumfoto doch noch zu erwischen.
















