Ankunft auf Island

Die Stille und die Friedlichkeit des Ortes erfassten uns bereits im Schlaf. Die Anreise von Hirtshals nach Seyðisfjörður dauerte wegen stürmischen Wetters zwei Tage länger.

Das Hineingleiten des Schiffs in den Fjord und das geräuschlose Anlegen nehmen wir nur unbewusst wahr, doch das Bewusstsein des Ankommens und die damit verbundene Freude spüren wir, bevor wir das erste Tageslicht erblicken. Und was für ein Licht!

Die Sonne zaubert auf den Spitzen und Mulden der umliegenden Berge eine zauberhafte Farbpalette in allen denkbaren Weiß-, Blau-, Gelb- und Violetttönen. Auf der Wasseroberfläche des Hafens treiben kleine Eisschollen. Der erste Atemzug auf dem noch vereisten Deck gleicht dem Atemzug eines Neugeborenen – WIR SIND AUF ISLAND!

Der Moment des Aufbruchs

Das letzte Frühstück an Bord, nichts vergessen, der Motor springt an und das Fahrzeug rollt die Rampe in die Freiheit hinunter. Vollgepackt mit Vorräten und Träumen von diesem so fremdartigen und fernen Land.

Das Sonnenlicht sticht ins Auge; die Wochen der Vorbereitungen, die Zweifel und Ängste, alles löst sich in ein unglaubliches Gefühl des Willkommenseins. Die Natur hat uns ein überwältigendes Geschenk bereitet.

Erste Begegnung mit Island

Bereits vom Deck des Schiffs beobachten wir die vielen Räumungsfahrzeuge, die eilig die Straßen des Ortes passierbar machen, und trotzdem dürfen unsere Winterreifen des 4×4-Antriebs zum ersten Mal eine Schneeverwehung durchqueren, souverän und mit Freude, die auch uns in diesem Moment durchströmt.

Das letzte Abschiedsfoto von unserem Zuhause der letzten fünf Tage und wir erblicken die kleine Kirche. Die ersten Schritte an Land, die ersten Panoramablicke, die ersten Bilder – alles entsteht wie im Rausch.

Warum wir hier sind

Das Ziel unserer Reise heißt „Island in drei Jahreszeiten“. Die Natur hat uns dazu eine überwältigende Begrüßung beschert.

Weiterführende Worte sind hier nicht mehr nötig. Ein Teil dessen, was wir sehen und empfinden, fangen wir in den Bildern ein, das glauben wir in dem Moment der Aufnahme, teilweise ist es auch so, aber in einer späteren Betrachtung der Bilder bleibt die Gewissheit – eine Übertragung des hier Erlebten in wie auch immer geartete Medien ist nicht möglich. Und deswegen sind wir hier!

Vergängliche Skulpturen aus Gletschereis